Raucherhusten - ein unterschätztes Risiko 08.12.2005 Raucherhusten wird oft als harmlos abgetan. Zu Unrecht, warnen Fachärzte. Denn auf Dauer kann sich aus dem Husten, der meist morgens nach dem Aufstehen auftritt, eine chronische Lungenkrankheit entwickeln. Die auch COPD genannte Erkrankung führt zu Atemnot und zur schleichenden Zerstörung der Lunge. (ddp)  © ddp
Alarmzeichen für COPD sind chronischer Husten mit Auswurf, pfeifende Atemgeräusche und Kurzatmigkeit bis hin zu Atemnot. Zunächst treten die Symptome nur bei körperlicher Belastung auf, in fortgeschrittenen Stadien auch in Ruhe. "Bei Betroffenen dauern zudem normale Atemwegsinfekte oft länger und treten häufiger auf", sagt Köhler. Wer unter einigen dieser Symptome leidet, sollte seine Lungenfunktion überprüfen lassen, empfiehlt der Fachmann. Dies gelte auch generell für alle Raucher ab 40. "Den Test bieten viele Hausärzte an. Wird eine Beeinträchtigung entdeckt, können sie zu einem Lungenfacharzt überweisen", betont der Pneumologe. COPD ist nicht heilbar. Allerdings lässt sich durch körperliches Training, Sauerstoffbehandlung und Medikamente ein weiteres Fortschreiten stoppen. Auch kann die Therapie die oft stark eingeschränkte Alltagsbewältigung und Lebensqualität der Patienten deutlich verbessern. "Die wichtigste Voraussetzung ist aber, das Rauchen aufzugeben", sagt Köhler. Rauchen die Patienten trotz der Diagnose weiter oder bleibt die Erkrankung unbehandelt, sinkt die körperliche Belastbarkeit der Betroffenen kontinuierlich. "Außerdem haben Studien ergeben, dass die Krankheit das Leben um durchschnittlich 8,5 Jahre verkürzt, wenn sie nicht bekämpft wird", erzählt der Pneumologe. Wer sein COPD-Risiko überprüfen will, kann dies im Internet tun. Ein kostenloser Selbsttest zur Früherkennung steht jetzt im Informationsportal lungenaerzte-im-netz.de zur Verfügung. |